Leadership 1895

Gestern kam ein Gedicht zu mir, was wahrscheinlich viele von euch schon kennen. Laut Internetrecherche haben alle dazu schon was geschrieben ausser mir – in meinen bisherigen Lebensjahrzehnten kam es nicht vor. Den Autor kenn ich schon lange. Er hat das „Dschungelbuch“ geschrieben: Rudyard Kipling (1865 – 1936). Dass er 1907 den Literaturnobelpreis bekam – mit noch 41 Jahren, jung – war mir wieder nicht bekannt.

Also worum geht es? Um das Gedicht „If – „, welches er 1895 geschrieben und 1910 veröffentlicht hat. Ein Gedicht an seinen Sohn.

Und warum benenne ich den Blog dazu „Leadership 1895“? Weil ich in diesem Gedicht Werte lese, die vielleicht vor 120 Jahren noch herausfordernder zu leben waren als heute – oder ist es umgekehrt, dass wir uns heute damit schwerer tun?

Werte in der Führung des eigenen Lebens, Werte in einer Führungsverantwortung in einem Unternehmen. Es geht im Grunde um eine Mischung von Demut/Bescheidenheit und Stärke/Mut. Wollte ich gerne mit euch teilen:

If you can keep your head when all about you are losing theirs and blaming it on you,   
If you can trust yourself when all men doubt you, but make allowance for their doubting too;   
If you can wait and not be tired by waiting, or being lied about, don’t deal in lies, 
Or being hated, don’t give way to hating, and yet don’t look too good, nor talk too wise; 
If you can dream—and not make dreams your master; if you can think—and not make
thoughts your aim;
If you can meet with Triumph and Disaster and treat those two impostors just the same;   
If you can bear to hear the truth you’ve spoken twisted by knaves to make a trap for fools, 
Or watch the things you gave your life to, broken, and stoop and build ’em up with worn-out tools;
If you can make one heap of all your winnings and risk it on one turn of pitch-and-toss, 
And lose, and start again at your beginnings and never breathe a word about your loss; 
If you can force your heart and nerve and sinew to serve your turn long after they are gone,   
And so hold on when there is nothing in you except the Will which says to them: ‘Hold on!’ 
If you can talk with crowds and keep your virtue, or walk with Kings—nor lose the common touch, 
If neither foes nor loving friends can hurt you, if all men count with you, but none too much; 
If you can fill the unforgiving minute with sixty seconds’ worth of distance run,   
Yours is the Earth and everything that’s in it, and—which is more—you’ll be a Man, my son!

Natürlich ist die für mich richtige Übersetzung von „Man“ = Mensch :-). Hat er bestimmt so gemeint…wenn einer so etwas wie das Dschungelbuch schreibt, kann er nicht den Fokus auf Testosteron legen.

Übrigens: es ist SOMMER seit Mittwoch! ! Und das ist wunderbar. Er hat sich dieses Jahr wirklich SEHR an den Kalender des offiziellen Sommerbeginns gehalten.

Lieben Gruss – Martina

 

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