P.S. zu Was wollen wir wollen?

Im vorletzten Blog vom 29.05.2016 habe ich mich an einer Zusammenfassung von Harari „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ versucht. Andere haben das auch in letzter Zeit, aber sie hatten die Freude, mit ihm selbst zu sprechen. Hier die Link zu zwei Fundstellen: Tagesanzeiger vom 21.05.2016: „Landwirtschaft ist ungesund“ Du – das Kulturmagazin, Ausgabe 02/2016: „Wir… P.S. zu Was wollen wir wollen? weiterlesen

Sich selbst bewusst sein – egal wie und wo man lebt…

Die letzten drei Wochen hatte ich einen Gast in meiner Wohnung. Jemand, den ich vorher nicht kannte, ergab sich einfach so. Dieser Mensch, gebürtig Schweizerin, lebt ansonsten in Indien – und zwar in Auroville. Und damit seit über 20 Jahren in einem spirituellen Umfeld, welches als Ziel die „Verbesserung der Welt“ hat. Ich war gespannt auf… Sich selbst bewusst sein – egal wie und wo man lebt… weiterlesen

Tipps zu TED Talks

Heute ist in der Handelszeitung eine Zusammenstellung der „10 besten TED Talks“ (nach welchen Kriterien auch immer so ausgewählt…). Hier findet ihr den Link zur Handelszeitung. Welche sind es? Anbei die Liste, mit den jeweiligen Links zu youtube und einigen Anmerkungen meinerseits… Simon Sinek, US Hochschullehrer, Autor und Unternehmensberater – zu seinem Lieblingsthema „frag immer erst warum“… Tipps zu TED Talks weiterlesen

Gelassenheit

Ein Sehnsuchtsbegriff der Gegenwart, ein Gegenzustand zu Flexibilität und Agilität?

Gelassen wäre man gern – nicht aufgeregt, nicht gestresst, nicht angreifbar.
Gelassen nimmt man etwas – man nimmt es entweder nicht wichtig oder will es nicht an sich ran lassen, oder weiss, dass es sowieso wieder anders wird.
Gelassen gibt man sich – will damit souverän wirken, auch wenn es innerlich kocht.
Vielleicht würde man auch einfach nur gerne in Ruhe gelassen werden.
Oder etwas einfach so lassen, wie es ist – und damit gelassen sein…oder werden.

Vor einigen Monaten habe ich ein Buch geschenkt bekommen: Gelassenheit – Über eine andere Haltung zur Welt, von Thomas Strässle.
Schön, was hier zu einem Wort alles recherchiert und geschrieben wurde. Was alles schon Menschen in verschiedenen Jahrhunderten zu diesem Wort gedacht haben.

Sei es eine lange Liste von Synonymen: von „Abgeklärtheit“ über „Besinnlichkeit…Geduld…Leidenschaftslosigkeit…Stille…Unempfindlichkeit“ bis zu „Zurückhaltung“. Also unterschiedliche Facetten von Lassen & Zulassen.
Sei es eine Sicht auf die Gegensätze, dem Nicht-Zulassen: von „Aufregung“ über „Hektik…Getriebenheit…Empörung“ bis zu „Engagement“.
Sei es eine historische Reise durch die Bedeutung und Herkunft der Gelassenheit. Der Begriff kommt z.B. aus der Mystik. Meister Eckhart nutzt ihn als erster irgendwann Ende des 13./Anfang des 14. Jhd. – und spricht darüber, was es denn heisse, zu lassen und gelassen zu werden.
Alles beginnt beim eigenen Ich.

Bevor ich aber das ganze Buch zusammenfasse, lest es einfach selbst. Es gibt neue Perspektiven auf das Thema.
Oder lest die Zusammenfassung im Hamburger Abendblatt vom 3.4.13.

Für Leadership und Zusammenarbeit ist Gelassenheit für mich DAS „Grundnahrungsmittel“. Sie nährt die Freude an der gemeinsamen Lösung von Herausforderungen, die Motivation sich einzubringen. Sie öffnet Raum für Kreativität.

Die Gelassenheit, die ich meine, zeigt sich in: Zuhören, Verstehen wollen, Raum geben, Lösungen entstehen lassen, Diversität aushalten, Konflikte kreativ nutzen wollen, sich nicht angegriffen fühlen, Annahmen und Tatsachen unterscheiden können – und Augenzwinkern können…

Ich wünsche euch eine schöne Woche!
Lieben Gruss – Martina

Seit ich mich der Zeit ergeben,/ fühl` ich etwas in mir leben,/ warme, wundervolle Ruh`./ Seit ich scherze unumwunden/ mit den Tagen, mit den Stunden,/ schliessen meine Klagen zu.
Und ich bin der Bürd` entladen,/ meiner Schulden, die mir schaden,/ durch ein unverblümtes Wort:/ Zeit ist Zeit, sie mag entschlafen,/ immer findet sie als braven/ Menschen mich am alten Ort.
Robert Walser, 1899 – Gelassenheit